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Durchwandert' tausend Städt' ich euch!
Nicht fand ich eine Andre mehr,
Wie Du, mein allerschönstes Lieb'!
Dein Angesicht ist wie der Mond,
Die Stirn ist Alabaster!
Als Münzenschnur liegt drauf dein Haar;
Die Brau' ist gleich dem Imhoblatt;
Die Augenlider aufwärts schaun,
Und wellenförmig fließt dein langes schwarzes Haar!
Gar reizend sind die Äuglein, scharf gewinkelt.
Dem Durianteile gleicht die Wange
Der Mund dem Sprung der reifen Mangestin,
Die schlanke Nas' ist lieblich!
Die Seitenlock' ist wie die Turi-blüt'
Des Beiles Winkel gleicht das Kinn,
Der breite Busen wie er lieblich ist,
Mit Brüsten elfenbeinernen Cocosnüssen gleich,
Die Brüste meiner Fürstin sind
Zwei junge Cocosnüss' mit Rot geziert;
So voll und glatt, berauschend,
Gleich um verrückt zu werden!
Die Schultern schlank, geglättet!
Die Arm' ein abgespannter Bogen!
Die Taill' als müßte sie zerbrechen!
Die Fingerspitzen, dornengleich
Und ihre Nägel lang und spitzig und gar schön!
Die Beinchen wohlgebildet,
Gleich wie die Pudecblume;
Gewölbt die Sohlen ihrer Füße,
Die Schönste siehet aus als ob vergehn
Vom Hauch der Lieb' sie wollte!
Wollt' ich die Reize all'
Der Lieblichen aufzählen:
Wie wenig Zeit, wie viel zu tun!
Sucht' ich ein Jahr ich fände ihres Gleichen nicht!
Javanisches Liebeslied
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