Europäische Liebeslyrik

(in deutscher Übersetzung)

Edward Charles Halle (1846-1914) - Die Musik

 


Vasile Alecsandri (1821-1890)
rumänischer Dichter



Der Ring und der Schleier

Es war einmal im Erdenraum
Ein junger, stolzer Königssohn;
Er glich dem schlanken Tannenbaum,
Der hoch im Wald des Berges Kron'.
Zur Gattin aus dem Dorfe nahm
Er sich ein Mägdlein wundersam,
Ein kleines Bauern-Mägdelein,
Das aller Nachbarn Schätzelein,
Mit süßem, leuchtendem Gesicht,
Mit einem Leib, so schlank und schmiegsam,
Wie sind in Gottes Sonnenlicht
Des Feldes Blumen, duftig, biegsam. -
Da ist Befehl ihm zugegangen,
In's Lager eilend aufzubrechen. -
Wie ward die Seele ihm voll Bangen!
Drum that zur Maid er also sprechen:
"Geliebte mein, du Seele mein,
Behalte du mein Ringelein
Und trag' es auf dem Finger dein,
Und wenn von Rost der Ring wird roth, -
Dann weißt du, Liebe, bin ich todt!"

"Und läßt du mich im Schmerz allein,
So nimm den seid'nen Schleier mein,
Am Rande golddurchwirket fein;
Wenn schmilzt das Gold so schön und roth,
Dann weißt Du, Trauter, bin ich todt."


II.
Auf seinem Pferde reitend fort
Zog er darauf den Weg von dannen,
Und ritt und ritt bis an den Ort,
Inmitten dunkler Waldestannen,
Und hat ein großes Feuer dort
Am Rabenbrunn gefacht zum Brand,
Führt an den Schleier seine Hand
Und schaut ihn innig an so lang, -
Bis fast sein Herz vor Weh zersprang.

"Ihr Lieben mein, ihr meine Heere,
Ihr Drachenkinder, Landeswehre,
Verweilet hier und nähret euch,
Und ruht im schattigen Gesträuch;
Ich muß nach Hause eilend fort,
Den krummen Säbel ließ ich dort,
Ich kann ja ohne den nicht kriegen;
Auf grünem Tisch ließ ich ihn liegen."

Betrübt ist er zurückgekehrt;
Da kommt ein Tapfrer ihm entgegen,
Ein tapfrer Held auf kleinem Pferd:
"Glück zu, mein junger Held verwegen,
Von wannen bringst du Kunde werth?"
"Und soll ich's, Herr, dir wirklich sagen?
Vielleicht ist's einem andern recht, -
Für dich ist's bitter sehr und schlecht:
Es überzog in diesen Tagen
Mit Krieg dein Vater unser Land,
Bis die Geliebte dein er fand,
Und warf, o Herr, sie, dir zum Leid,
In einen Sumpf gar tief und breit."
"Hier, nimm mein Roß, du Tapfrer, mit
Und führ' es meinem Vater hin,
Wenn er dann fraget, wo ich bin,
So sag', ich sei mit raschem Schritt
Dem Rand des Wassers zu gestiegen,
Hab' mich hineingestürzt, darin
Bei dem geliebten Kind zu liegen."


III.
Der Vater eilend aufgeboten,
Den Sumpf zu trocknen, hat das Land,
Bis er die Kinder, ach! die todten
Verschlungen in einander fand,
Dahingestreckt auf gelbem Sand,
Ihr Angesicht so freuderfüllt,
Als sei'n sie Beide noch am Leben;
Da mußt' vor Reue er erbeben,
Hat weich in Seide sie gehüllt,
Führt' in die Kirche sie bewegt,
Hat in zwei Särge sie gelegt.
Der kaiserlichen Särge Holz
Latein'sche Zeichen trug es stolz,
Und in Altares Nähe haben
Nach Osten sie dann seinen Knaben,
Nach Westen hin die Maid begraben.
Doch denk' dir, seinem Grab entsteigt
Ein Tannenbaum, gar schlank und biegsam,
Der nach der Kirche zu sich neigt,
Und eine Rebe, blühend, schmiegsam
Aus ihrem Grabe ist entsprungen,
Und eh' die Nacht sich ausgebreitet,
Sie auf die ganze Kirche gleitet
Und hat die Tanne fest umschlungen.

O! Donn're, Herr! herab und wett're,
O! Donn're nieder, die zerschmett're,
Die heiße Lieb' geschieden haben
Von einer Maid und einem Knaben.
(S. 15-18)
_____



Doinen
Der Blinde

Grünes Blatt der Dornen, Wehe
 Sei mir Armen, bittres Wehe!
Wenn es Tag wird weiß ich nicht,
Todt ist meiner Augen Licht,
Geh' verlassen ganz einher,
Seh' die schöne Welt nicht mehr!
Seh' die Welt, die Sonne nicht
Und kein lieblich Angesicht!
Meine armen Augen winden
Sich in Thränen aus, die blinden.
Wie ich mich auch wenden mag,
Bleibt mir dunkel doch der Tag;
Wer auch auf dem Wege sei,
Geht mir fremd und kalt vorbei:
Trügerisch das Leben flieht,
Wie die Blume rasch verblüht,
Wie das Wasser fließend zieht;
Gute Menschen tröstet mich!
Helfet mir, bedauert mich!
Denn ein Schein nur ist die Welt
Von Besitz und Macht und Geld,
Doch des Blinden Bitte steigt,
Hat den Himmel selbst erreicht,
Und des Armen fromm' Gebet
Zu der Rechten Gottes steht.

***


Grünes Blatt vom Majoran,
Bin von Mehedinz ein Mann,
Kam im Buchenland zur Welt.
Daß mich liebe alle Welt,
Daß ich werd' ein tapfrer Held,
Wuschen sie im Olto mich.
Mit Basilika gerieben
Ward ich, bin drum glücklich blieben.
Da ich größer wurde fein,
Lief ich fort dem Mütterlein,
Hat mich niemals mehr gefunden,
Da ich in dem Berg verschwunden.
Stieg zu Thal dann von dem freien
Berge nieder; drei Pistolenreihen
Schmückten mich; nun bin im Thal
Ich ein Held, mein Herz von Stahl.

***


Grünes Blatt vom Hafenkron:
Schönste Blum' in Busch und Dorn!
Bin verliebt in deinen Gang,
Denn du wiegst dich leicht und schlank,
Hast mein Herz verzehrt schon lang,
Lieb' Blaumblümelein, entsprungen
Mir im Wege, sei besungen!
Ragst so schlank zum Himmelsblau,
Passest zu mir ganz genau!
Wandrer werden dich nicht sehen,
Dann muß ich vor Leid vergehen!
Blümelein, Blaublümelein,
Komm geschwind an's Herze mein,
Komm bei mir in schöne Blüthe,
Daß vor Bösen ich dich hüte!
Komm wie Thau auf mein Gemüthe.

***


Löwenzahnes weiche Kette!
Hab' im Thal am Weg die nette
Lena jüngst erreicht mit Gruß,
Ich zu Pferde, sie zu Fuß.
Voll von Blumen war ihr Mieder,
Von den Ohren hingen nieder
Lange Perlen, daß fortwährend,
Ich sie angeschaut begehrend.
Als ich ihren Weg betreten,
Hab ein Blümchen ich erbeten
Von dem Busen, und das Kind
Reicht' die Lilie mir geschwind.
Wollt' aus ihrem Mündchen eine,
Eine Nelke gab die Kleine,
Bat um Wasser von der Quelle,
Sehnsucht trübt' es auf der Stelle,
Wollt' es rein aus ihrer Hand,
Doch da war's vor Lieb entbrannt.
Sah, wie ich am Trinken war,
Lena anders ganz und gar,
Als ein Veilchen dort sie stand,
Kühl und frisch an Baches Rand;
Bin vom Pferde abgestiegen,
An die Blume mich zu schmiegen,
Doch da flog das kleine Ding
Auf, als glüh'nder Schmetterling;
Will ihn fangen, doch er fliegt, -
Ich will trinken; doch versiegt
Ist das Wasser, Weh und Schade!
Bin verzaubert ohne Gnade!
Sei verflucht, du Zauberin,
Daß du mir getrübt den Sinn,
Eine schwarze Wolke werde,
Regne Thränen auf die Erde.

***


Bin gewesen, wo ich einst geliebet hab',
Liebchen nimmer mehr gefunden hab';
Und dem Wind ich mich zu führen gab,
Kam da an sein einsam Grab.
Seufzend ist der Wind gezogen,
Und das Gras hat sich gebogen,
O ich Armer! bittre Noth!
Eh' mir schnelle naht der Tod,
Müssen sie geschworen haben,
In dem Grab mich zu begraben.

***


Grünes Blatt der Hasel, springe,
Klinge, klinge wieder, klinge!
Klinge Steinchen in das Thal,
Dreh dich viele hundert Mal!
Ach, mein Liebchen weint vor Qual!
Grünes Blatt vom weißen Klee!
Liebchen weint und seufzt vor Weh;
Sie beweint bergauf, bergab
Ihrer Jugendliebe Grab:
Grünes Haselblatt, sie irrt
Ohne Ziel, ihr Sinn verwirrt,
Flucht dem Gras, dem kummerlosen,
Sucht und sucht verlor'ne Rosen!
Grünes Blatt vom Zittergras,
Wein' nicht mehr die Aeuglein naß;
Was vergangen, kommt nicht wieder,
Was entflohen, schwebt nicht nieder;
Der zerriss'ne Faden spinnt
Sich nicht wieder an, mein Kind.

***


Auf des Pfluges Spitze schwingt
Sich ein kleiner Kukuk, singt.
Auf mein Wäglein, auf der Reise,
Setzt vertraulich sich die Meise.
Spricht der Kukuk, Meise spricht:
"Freund! vertrink' die Groschen nicht!
Denn dein Karren ist zerschellt,
Und dem Pflug das Eisen fehlt,
Und dein Feld ist unbestellt!"

"Kukuk, schlimmes Thierchen du!
Meine Sorgen laß in Ruh!
Halt dein Schnäblein, kleine Meise,
Schilt mich weder laut noch leise,
Sonst befällt mich Heftigkeit,
Und ich thu dir was zu Leid,
Schlag' dein Nestchen und dein Ei
Und dein Schnäblein mit entzwei."

***


Grünes Blatt des Rosmarin,
Mach' mich schnell zur Zauberin,
Daß er mit der Andern ende
Und zu mir sich wieder wende;
Gestern hab' ich ihn gesehen,
Mit ihr dort am Brunnen stehen,
Daß doch trüb' das Wasser werde!
Daß verdurste ihre Heerde!
Ihre Scheune soll verbrennen,
Keiner soll sie reich mehr nennen,
Ihre Schönheit soll vergehen,
Nimmer soll bei ihr er stehen.

***


Grünende Olive, bin
Ueber'n Dniestr, hatt' im Sinn,
Ob das Brod so gut wie hüben,
Ueber'm Grenzesflusse drüben.
Still und sanft sind die Gewässer,
Doch das Brod ist gar nicht besser,
Als im alten Heimathland;
Wär's auch süß wie Honig, fand
Ich es gallenbitter doch;
Wär' ich doch zu Hause noch!

***


Grünes Blatt der Goldrenette!
Wer doch nicht gestritten hätte!
Jetzt will Liebchen mich verlassen,
Will für alle Zeit mich hassen!
Aber ich, ich laß dich nicht,
Gehe mit dir vor's Gericht,
Will vor'm Popen dich befragen,
Dort sollst du's noch einmal sagen,
Sollst mich selber dort verklagen,
Eh' zerreißet unsre Kette. -
Wer doch nicht gepflanzt dich hätte,
Zankesapfel! Goldrenette!

***


Granatenblüthe, brennend roth,
Ist er verwundet oder todt?
Er war so kühn, so stolz, so frei,
Kein Mädchen ging ihm kalt vorbei;
Sein Auge wie die Brombeer' klar,
Und lang gelockt sein Rabenhaar,
Und die Gestalt so schlank und fein,
Man zög' ihn durch ein Ringelein.
Brächt' man verwundet ihn zurück,
In Nacht verwandelt wär' mein Glück,
Doch läg' im Feld er kalt und todt,
Ich weinte todt mich, Blüthe roth!

***


Flüst're Eschenblatt und sage
Ihr, wenn wieder sie bei Tage
Zu dem Brunnen kommt, im Garten,
Will versteckt ich auf sie warten,
Will derweil ihr Veilchen brechen;
Mußt nur zärtlich von mir sprechen.
Wenn sie dann ihr Köpfchen neigt,
Lächelnd und erröthend schweigt,
Flüst're lauter nur, dann schleich' ich
Schnell, die Holde dann erreich' ich.

***


O weh! o weh! was fang' ich an!
Die Mutter den nicht leiden kann,
Der mir gefällt, gefiel er ihr
Nur ein wenig so wie mir,
Flög' zur Hochzeit ich geschwinde,
Den Staub aufwirbelnd wie im Winde;
Doch giebt die Mutter mir den Mann,
Den ich gar nicht leiden kann,
So fliege ich dahin im Winde,
Bis meine Grabesstatt ich finde.
Viel lieber Krankheit in den Knochen,
Als dem Verhaßten Suppe kochen.

***


Mein Mütterlein! o wein' um mich,
Denn dein starker Bursch war ich,
Hielt dir fern die Noth der Welt,
Hab' dir stets dein Feld bestellt.
Nun hab' ich mich in Dienst begeben,
Und verbittert ist mein Leben,
Muß mich in der Fremde kränken
Und an dich nur immer denken,
An den Bruder mein, den Wald,
An des Dudelsacks Gesang,
Der in der Sennhütt' lieblich hallt,
Und an die Schafe denk' ich bang.
Und mein Mütterchen, des Einen
Lieben Veilchens muß mit Weinen
Ich gedenken, ach! wie hatten
Wir uns lieb auf meinen Matten!
Fast möcht' ich die Sünd' begehen,
Heimlich aus dem Dienste gehen;
Bin ein Hirt und muß zur Heerde,
Aus mir werde, was da werde!

***


Herz'ge Liebesgötter singen
Lustig wie die Vögel, schwingen
Ueber Hügel, über Felder,
Durch die Wüsten, durch die Wälder
Sich, als Diebe an dem Wege
Steh'n die großen im Gehege,
Doch die kleinen steh'n und warten
Auf dem Pfad, in Flur und Garten,
Geh'n durch Schmutz und bleiben rein,
Schleichen bei den Burschen ein,
Schwimmen durch das Wasser, sinken
Nicht und können nicht ertrinken;
Schlüpfen zu den Mägdlein, winken,
Geh'n durch's Feuer, schmelzen nicht,
Frecher noch ihr Diebsgesicht.

***


Der Mönch

Bitter weh ist mir im Sinn,
Seit von dir ich gangen bin,
Seit drei Monden und drei Tagen
Will ich Frieden mir erjagen.
In mir deine Zauber qualmen,
Von deines Bettes dreien Halmen,
Mit deiner Thüre Angel, einem
Haar vom Zopf, das keinem
Starken Zerren jemals weicht,
Hast mein Elend du erreicht!
Bann' in's Psalmbuch ich den Sinn,
Find' ich dich nur immer drin;
Wie ich mich auch wenden will,
Sünde seh' ich nur am Ziel;
Werde doch ein Klösterlein,
Gieb mir Kraft zum Singen fein,
Zum Heil'genbild in deiner Brust
Inbrünstig bet' ich dann voll Lust.

***


Als ich bei der Mutter war
Ob ich schaffte, Nichts that, war
Lieb ich ihr doch immerdar,
Seit ich bin im Ehestand,
Keine Freud' ich nirgend fand,
Eh' der Tag graut, kehr' ich hastig,
Feuer mach' ich, nimmer rast' ich,
Deck' den Tisch, hol' Wasser, halte
Unablässig meine Spindel,
Spinnend geh' ich, schalte, walte,
Säug' mein Kind, leg's in die Windel,
Melk' die Kuh und geh' ins Feld,
Web' und sticke, ist's bestellt,
Und doch schilt mein Mann mich aus!
Wär ich lieber noch zu Haus!

***


Doina, Doina! süßes Lied,
Wie der Sang mich hält und zieht!
Doina, Doina, Feuersang!
Bin gebannt durch deinen Klang!
Weht heran der Frühlingswind,
Sing' ich draußen dich geschwind,
Schmelz' dich zu den Blumen Allen,
Zu dem Lied der Nachtigallen,
Kommt des Winters Sturm und Graus,
Sing' die Doina ich zu Haus,
Daß ich mir den Tag verschöne
Und die Nacht mit dem Getöne.
Treibt der Wald dann frische Blätter,
Sing' ich sie mit Lustgeschmetter;
Seh' das Laub zu Thal ich jagen,
Singet meine Doina Klagen;
Doina seufz' ich, Doina red' ich,
Doina denk' ich, Doina bet' ich,
Doina flüstr' ich, Doina leb' ich,
Mit der Doina lieb' und streb' ich!
(S. 19-30)
_____



Von mir zu dir

Ja, von mir zu dir hin sind
Nichts als helle Sterne, Kind!

Kennst du sie in dunkler Ferne?
Meine Thränen sind die Sterne,

Aus den Augen mir geflogen,
Angehängt am Himmelsbogen,

Wie sich hängt im Morgengrau
An die Blumen klarer Thau.

Viele stoben mir vom Herzen,
Ob der Heimath Leid und Schmerzen,

Viele um die Lieben, Kind,
Die entfloh'n von Erden sind,

Viele ach! vor bittrem Leid.
Aber vor Glückseligkeit

Da vergoß ich zwei allein:
Dies die hellsten Sternelein.
(S. 124)
_____



Wär' ich, Geliebte!

Wär' ich, Geliebte, der Blumen Wonne,
Wüchse am Bache, im tiefen Thal,
Gäb' ich den Thau hin, die hehre Sonne,
Für deiner Augen einzigen Strahl.

Wär' ich, Geliebte, ein Vogel, könnt' wecken
Töne, die Fülle, im Blätterhaus,
Flög' auf den Arm ich dir ohne Schrecken,
Zöge nie mehr in die Welt hinaus.

Wär' ich, Geliebte, Abendwinds Flüstern,
Wiegt' ich kein Blümchen schmeichelnd mehr ein,
Um in des Frühlings nächtlichen Düstern
An deinem Busen gewiegt zu sein.

Wär' ich, Geliebte, der Englein eines,
Das dich in Schlummer zu singen gewußt,
Würd' ich ein Küßchen dir stehlen, ein kleines,
Trüge zum Himmel dich an meiner Brust.
(S. 127)
_____



Du wunderschönes Mägdlein

Du wunderschönes Mägdlein,
O sag! wo kommst du her?
Mit deines Mundes Lächeln,
Mit Augen, hell und hehr?

Trug dich ein sel'ger Engel
Aus aller Himmel Glück,
Und ließ hier auf der Erde
Als Fremde dich zurück?

Du bist ein helles Leuchten,
Ein goldnes Märchen fein,
Ein Traum von Seligkeiten,
Ein Engel, hoch und rein!

Du bist ein Himmelswunder,
Und deine Stimme weht
Um mich, in böser Stunde,
Wie heiliges Gebet.
(S. 136)
_____


In der Übersetzung von Carmen Sylva (1843-1916)

Aus: Rumänische Dichtungen
Deutsch von Carmen Sylva
Mit Beiträgen von Mite Kremnitz
Dritte Auflage Bonn Verlag von Emil Strauß 1889
 

 

 


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